Hohenlohe-Franken
Werkstatt Pflaumer 

Messerschmiede
Schleiferei
Reparaturen
1925 - 1992

ÖHRINGEN 

74605 Öhringen, Schulgasse 14

Betreuung:

Öhringer Heimatverein e. V. 

Information:

Hauptamt: Telefon 0 79 41 / 68-118

Öffnungszeiten:

Nach Anmeldung beim Hauptamt der Stadt,  Tel. 0 79 41/ 68-118. 
Eintritt: 10,-€ (Gruppen bis 30 Personen).

Geschichte:

1882 kaufte Georg Pflaumer, Messer- und Zeugschmied aus Neustadt a.d. Aisch, die Messerschmiede Landenberger am Markt. 1925 verlegte der Sohn Hans Pflaumer die Werkstatt vom Marktplatz hierher und baute die Schlosserei zu einer Messerschmiede und Messerschleiferei um. 1939 übernahm Emil Pflaumer in der 3. Generation Geschäft und Werkstatt. 1992 starb Emil Pflaumer; die Werkstatt wurde stillgelegt.

Präsentation:

Die Werkstatt war vor allem Reparaturstätte und Lager für das Verkaufsgeschäft am Markt, dessen Angebot sich neben den eigentlichen Messerwaren erweiterte: Haushaltswaren, Jagdgeräte, Sportwaffen. Entsprechend vielfältig wurde die Werkstattarbeit. Fast unverändert blieb die Einrichtung der Werkstatt. 
Dies Festhalten am Überlieferten und die Haltung alles nur denkbar Brauchbare aufzubewahren gibt uns heute Einblicke in ein altes Handwerk mit seinen Traditionen und Veränderungen.
Wie jedes produzierende Handwerk bekam auch das Messerschmiedhandwerk Konkurrenz durch die Industrie. Große Firmen, vor allem in Solingen, produzierten schon ab der Mitte des 19. Jahrhunderts massenweise Tisch- und Haushaltsmesser. Das Handwerk hatte nur eine Chance in der Spezialisierung. In ländlichen Gebieten blieben die handwerklich hergestellten Messer für Land-, Forstwirtschaft und Weinbau noch lange ohne Konkurrenz. So wurden in der Werkstatt Pflaumer bis in die 40er Jahre Rebmesser, Hapen u.a.m. vollständig selbst hergestellt.
Bis in die 60er Jahre kam dazu die Fertigung aus industriell vorgefertigten „Halbfertigteilen". Hier wurden besonders Taschenmesser zusammengesetzt, die Griffe hergestellt und fertig bearbeitet, geschliffen und poliert. Die Hauptarbeit war von Anfang an die Reparatur und das Schleifen von Schneidewerkzeugen aller Art: Neue Klingen wurden eingesetzt, Griffe ersetzt, jedes Messer und jede Schere wurde einmal stumpf und mußte nachgeschliffen werden.
Das zweite Standbein war die Reparatur von Waffen, hauptsächlich von Jagd- und Sportgewehren: Federn oder Abzüge ersetzen, einstellen, einschießen.

Quellen: Stadtverwaltung Öhringen; Prospekt.


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