Hohenlohe-Franken

Mittelalterliches Kriminalmuseum

ROTHENBURG OB DER TAUBER

(Stiftung des öffentlichen Rechts)

91541 Rothenburg o.d.T.,       Burggasse 3 - 5,

Telefon 0 98 61 / 53 59, 

Fax 0 98 61 / 82 58.

Internet: www.kriminalmuseum.rothenburg.de

e-mail: info@kriminalmuseum.rothenburg.de

Öffnungszeiten:

April bis Oktober täglich 9.30 bis 18.00 Uhr, November, Januar, Februar 14.00 bis 16.00 Uhr, Dezember und März 10.00 bis 16.00 Uhr.

Geschichte:

In der ehemaligen Johanniter-Komturei, erbaut 1396, befindet sich das bedeutendste Rechtskundemuseum im europäischen Raum.

Präsentation:

In vier Stockwerken mit 2000 m2  Ausstellungsfläche werden Rechtsaltertümer, Instrumente der Folter und des Strafvollzuges, kostbare Bücher, Grafiken, Urkunden, Wappen, Siegel, Handwerksrecht, Wappen- und Adelsbriefe, Zunft- und Kleiderordnungen, Maße und Gewichte, rechtsgeschichtliche Medaillen, Karikaturen über die Justiz u.v.m. aus den vergangenen tausend Jahren gezeigt. Die Sammlung gibt einen umfassenden Einblick in das Rechtsgeschehen, die Gesetze und Strafen. Von den Stammesrechten über die „Peinliche Halsgerichtsordnung" wird die Entwicklung der Gesetzgebung bis ins 19. Jahrhundert dargestellt. Gezeigt werden der Ablauf des mittelalterlichen Strafprozesses (Inquisitionsprozeß), Instrumente der Folter und die Geräte zum Vollzug der Leibes- und Lebensstrafen. Für den Betrachter teilweise erheiternd sind die vielfältigen Geräte zum Vollzug der Ehrenstrafen. Die Halsgeige für zänkische Frauen sowie die den Täter und sein Vergehen charakterisierenden Schandmasken und Schandgeräte verdeutlichen die strengen Rechtsbräuche der „guten alten Zeit".
Untrennbar vom Recht sind Urkunden und die zu ihrer Rechtswirksamkeit notwendigen Siegel. Zahlreiche Urkunden zeigen, wieviel Mühe man zu ihrer Gestaltung aufgewendet hat. Auch der Werdegang des Siegels, vom babylonischen Rollsiegel bis zum heute gebräuchlichen Papierprägesiegel, wird gezeigt. Breiten Raum nehmen die Holzschnitte und Kupferstiche von aufsehen erregenden Kriminalfällen ein. Die Polizeiordnungen sind Zeugen dafür, wie zum Teil bis in den privaten Bereich hinein regiert wurde, z. B. durch die Kleider, Hochzeits- oder Taufordnungen. Münzen und Medaillen zur Erinnerung an Gesetzgebung und berühmte Rechtsfälle sind von großem Interesse. Die Rechtssymbolik ist ebenso dargestellt wie Redensarten unserer Umgangssprache, die ihren Ursprung im Recht haben. Aufschlußreich für die jungen Besucher sind die Dioramen über Schule und Schulstrafen im 17. Jahrhundert sowie Gegenstände aus der Schulwelt vergangener Zeiten. Nicht unerwähnt sollen die Karikaturen über Justiz und Verwaltung bleiben, vor allem die des Honoré Daumier.

Ein umfangreicher Museumsführer und ein Bildband, im Verlag des Kriminalmuseums erschienen, unterrichten ausführlich über Ausstellungsgut und Rechtsgeschichte.

Quellen: Stadtverwaltung Rothenburg/Tauber; Prospekt.


 

 

 

 

 
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